Dienstag, 28. Juni 2016

71. Tag. 220 km. 3:31h. Malbrock / Marienburg an der Nogat / Weichsel



Ein angenehmer Abend war das. Ein wenig Gitarre spielen, einen guten Sender im Radio....ein schwaebisches Schorle auf dem Tisch, angenehme Temperaturen.....so kann man es aushalten.....

So viele Stoerche habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen, wie hier versammelt sind. In jedem Doerfchen sitzen mindestens zwei Paare und versorgen ihre Jungen.
Auch auf den Wiesen sieht man sie ueberall stehen, oder in Luft beim fliegen...

Es gab auch noch einen Angriff von Junikaefern aufs Womo. Ploetzlich brummte und summte und krabbelte es ueberall. Tausende von Kaefern in der groesse von Maikaefern schwirrten ums Womo, setzen sich aufs Dach, krabbelten, und knallten gegen die Aussenwand. Schon auf Grund der Muecken mache ich ja schon immer die Fliegengitter an allen Fenstern zu. Ich haette hunderte im Auto gehabt, waere dies nicht der Fall gewesen. Leider habe ich keinen erwischt, sondern war eher mit Abwehr beschaeftigt. Ein kleines Viedeo habe  ich, das ich ja leider nicht in den Blog stellen kann.



Da ich ja jetzt eine Stunde gewonnen habe, wachte ich schon um 6 h auf, und war um 7:30 h auf der Strasse. Teilweise uebelste Teerstraesschen, bis zur neu gebauten Autobahn. 



Heute war alles dabei.
Uber das Fahrverhalten in den verschiedenen Laendern habe ich mich noch gar nicht geaussert. Die Daenen fahren wie wir, die Schweden sehr vorsichtig und passiv, die Finnen uebervorsichtig und mehr als passiv, die baltischen Laender, je weiter man in den Sueden kommt, aggressiver und man tut gut daran selber passiv zu fahren. Hier in Polen bin ich schon in Norditalien. Hier wird gedraengt, gehupt, ueberholt wo man nur kann.

Ueberhaupt ist man wieder in umtriebigen Gefilden. Der Verkehr an Staerke wie bei uns ( nur nicht auf den mautpflichtigen Autobahnen...) und ein Gewusel ueberall.

Um 12 Uhr war ich auf dem Platz in Malbrock angekommen. Ca 700 m von der Marienburg entfernt. Nun muesst ihr aber wirklich bei wiki oder sonst wo nachschauen........diese Burg ist der Hammer. Etwas mit solchen Ausmassen aus Becksteinen gebaut gibt es in Europa nicht noch einmal. Insgesamt 4 Stunden habe ich mich darin aufgehalten und sicherlich nicht alles gesehen, aber auch keinen Raum zweimal besucht......



Nur einen kleinen Teil der Bilder kann ich reinstellen.....aber wer einmal hier ist, fuer den ist es ein MUSS diese Burg zu besichtigen.






Natuerlich ist das ganze voll mit Touristen ( vor allem polnischen heute) aber als Deutscher kann man fast alles lesen an der Wand.....



Auch das gab es....  Alle aus Litauen


Und auch auf dem Wasser fahren sie


Na, was wollt Ihr heute essen ?


Meine Strecke heute


Montag, 27. Juni 2016

70. Tag. 200 km. 2:58h. Gizycko. Masuren Polen


Es kuehlte noch schoen ab gestern Abend. Eine riesige Gewitterfront zog im Westen vorbei, brachte Regen, ganz kurz Hagel, und eine willkommene Abkuehlung. Diese Hitze vertrage ich einfach nicht mehr....( werde halt auch aelter 😎🙄)
Auf dem Platz hat sich ein Kuenstler wohl seinen Traum verwirklicht und sein eigenes Museum erschaffen. Hunderte von Skulpturen zusammengeschweisst aus Altmetall stehen rum.
Ein paar wenige Beispiele.....


Jetzt weiss ich auch woher die Ideen fuer Krieg der Sterne herkommen.....oder war es umgekehrt ?



Auch nette Haeuser kann man mieten.....



Am Morgen war es zwar noch sehr windig, hatte aber deutlich abgekuehlt. Lange Hosen waren wieder angesagt.

Die Stelle die die Mautgeraete verkauft oeffnete um 8 Uhr, und um 9 Uhr war ich da. Ob es so eine gute Idee war am Montag in der Fruehe dort aufzutauchen kann ich nicht beurteilen. Es standen ca. 2o Fernfahrer in der Schlange, und es ging langsam vorwaerts. Alles was mehr als 3,5 to wiegt muss in Polen auf manchen Strecken Maut bezahlen. Deswegen stellte ich mich hinten an. Nach ca. 1h war ich dann an der Reihe, und offensichtlich war die Dame etwas ueberfordert. Kein Wort englisch bei Ihr, kein deutsch..nur polnisch. Aber zusammen haben wir es dann auf die Reihe bekommen. Es ist ein prepaid System, und das nicht verbrauchte Guthaben bekommt man erstattet.

So sieht das Kaestchen aus....

Auch wurde mir an der Grenze wieder meine verlorengegangene Stunde zurueckgegeben. Jetzt bin ich wieder zeitgleich mit Deutschland.

Uber eine kleine Strasse hing es immer an der russischen Grenze entlang bis zur masurischen Seenplatte. 

Ich wurde begruesst....




Eine wunderschoene Gegend, die sicher einen laengeren Aufenthalt rechtfertigen wuerde. Wieder stehe ich an einem kleinen See, wurde von der Campingplatz " Mutter " herzlich empfanegen ( auf deutsch ) und ihr Mann ein Schotte begruesste mich auch mit einem herrlichen schottischen Englisch.


Einkaufen war ich noch unterwegs bei Lidl. Die Preise entsprechen sind ein wenig niedriger als bei uns.

1€ = 4,38 Sloti
Muss ich was mitbringen aus dem Angebot ?


 Essen kostet hier im Restaurant auf dem Platz 35 polnisch Sloti, was ungefaehr 8€ entspreicht. Dafuer gibt es dann ein drei Gaenge Menue !


Meine Strecke heute


Sonntag, 26. Juni 2016

69. Tag. 273 km. 4:15h. Nahe Paviśtytis



Heute gibt es nicht viel zu berichten.
Musste ja einen Bogen um die russische Enklave machen. Ausser ein paar Grenzpfosten habe ich nichts von der Grenze gesehen. Hier untern wird das Land auch wieder duenner besiedelt, und man faehrt durch winzig Doerfer. 
Stoerche gibt es hier fast auf jedem Strommasten. Die Jungen sind noch nicht fluegge und sitzen noch im Nest. Die Landschaft wird auch ein wenig huegeliger, und es ist nicht mehr ganz so platt.



Im untersten Zipfel bin ich gelandet, an einem See, der mehr als zur Haelfte zu Russland gehoert. Wenn man hier ein Tretboot leiht muss man den Pass abgeben, damit man auch wieder kommt.

Mehr wie 200 m darf man nicht rausschwimmen. Trotzdem ein schoenes Plaetzchen, und ich war schon im Wasser 👍😊


Samstag, 25. Juni 2016

68. Tag. Kurische Nehrung. 50 km mit dem 🚴




Ein Calwer Ehepaar brachte mich darauf diesen Ausflug zu machen. Fuer 21 € kann man von hier mit einem kleinen Ausflugsdampfer auf die kurische Naehrung rausfahren. Um 9 Uhr morgens geht es los und Abends um 18.30 faehrt er wieder zurueck. Da heute ein sehr heisser Tag werden soll, erschien mir dies eine gute Alternative anstatt weiterzufahren. 31 Grad sollen heute erreicht werden. Ein richtiger Sommertag mit blauem wolkenlosem Himmel.

Warum schrieb ich gestern: " an der russischen Grenze?"
Wenn ihr euch die Karte einmal anschaut, seht ihr diese russische Enklave die sich zwischen Polen und Litauen befindet. Einreisen oder durchfahren kann man nur mit einem Visum, das schon zuhause beantragt werden muss. Da ich das nicht gemacht habe, war von Anfang an klar, dass ich " drumherum" fahren muss. 
Auch die kurische Naehrung gehoert nahezu zur Haelfte zu Russland. Die Naehrung trennt das Festland von der Ostsee, und ist auch heute noch staendig in Bewegung. Wieder einmal kann ich nur aufs Internet verweisen. Dort koennt ihr alles nachlesen.
An mir selber faellt mir auf, dass ich ueber diese baltischen Staaten so gut wie NICHTS gewusst habe vor meiner Reise. Waren ja auch bis vor 20 Jahren ueberhaupt nicht erreichbar fuer uns.

Nun aber ein paar Bilder vom Ausflug.

Das Ticket


Der Hafen hier




Der Hafen drueben in Nida


Treiben im Hafen



Ein bischen viel Tourismus

Ein toller Wald. Allerdings darf man die Wege nicht mehr wie 2m links und rechts verlassen. Alles unter Nazurschutz und Unesco Welt Kulturerbe.

Habe dann bei gefuehlten 35 Grad Hitze den Berg erklommen





Schoene Haeuser im Dorf



Vogelbeobachtungs Stationen




Huebsche Wegweiser


Mal wieder ein Selfie


Ein Ausflug der sich gelohnt hat. Allerdings bin ich jetzt ziemlich kaputt von den 50 km bei der Hitze auf dem Fahrrad.....